Viktor Heese

Dr. Viktor Heese

Bank- und Versicherungsbilanzen

Jahresabschlüsse von Versicherungsunternehmen nach HGB und IFRS + Solvency II

Lernziel:

Im 1- oder 2 Tages-Seminar (Vereinbarung) lernen die Teilnehmer die ökonomischen Inhalte der wichtigsten Bestandteile des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Cashflow-Analyse) von Versicherungsunternehmen kennen und erfahren, warum der Sektor von der Finanzkrise verschont blieb. Das Seminar zeigt die vielfältige Anwendung der Bilanzkenntnisse in der Analyse-Praxis (Kennzahlen, Asset Management, Ratings, Solvency II, Analyse von Sach- und Lebensversicherungsaktien)

Zielgruppe:

Kredit- und Wertpapieranalysten, Mitarbeiter der Abteilung Kapitalanlagen bei Versicherungen und Banken, IR-Fachleute, Wirtschaftsjournalisten, BWL-Studenten im Hauptfach Versicherungswirtschaft

Gehaltene Termine:

Deutsche Bank, WGZ Düsseldorf, Dekabank Frankfurt, vbb Frankfurt, Bayerische Landesbank, Hamburgische Landesbank, Talanx Hannover, Überreuter Managerakademie Wien

Inhaltsverzeichnis (Tageseminar für Einsteiger):

  1. Wie lese ich kritisch eine Versicherungsbilanz?
  2. Einzelabschluss nach HGB
  3. Bilanzierung nach HGB und IFRS
  4. Sachversicherung (Fallstudie: Allianz Versicherungs-AG)
    Bilanzanalyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der Einzelposten
    GuV-Analyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der Einzelposten
    Lebensversicherung (Fallstudie: Allianz Lebensversicherungs-AG)
    Bilanzanalyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der Einzelposten
    GuV-Analyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der Einzelposten
  5. Konzernabschluss nach IFRS (Fallstudie: Allianz Konzernabschluss)
    Bilanzanalyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der Einzelposten
    GuV-Analyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der Einzelposten
  6. Überleitungsrechnung von HGB auf IAS/IFRS
    (Beispiel: Münchener Rückversicherung)
  7. Bonitätsbeurteilung eines Versicherungsunternehmens anhand von Kennzahlen
    Einfache Kennzahlen und Verfahren (Beispiele): Eigenmittel, technischer Deckungsgrad, combined ratio, Rendite der Kapitalanlagen, Margen, Stornoquoten, Abschlusskosteneffizienz, börsenrelevante Kennzahlen)
    Synthetische und moderne Kennzahlen und Verfahren (Beispiele):  angelsächsische Kennzahlen: embedded value, RoE, RAROC, EVA
  8. Bilanzierung und Versicherungsufsicht: BAFin (risikogerechte Kapitalanalgen, ausreichende Rückstellungen, Solvency II, Stresstests), externe Ratings
  9. Versicherungssektor und Makroökonomie: wichtigste GdV-Statistiken

Inhaltsverzeichnis (2-Tage-Seminar für Fortgeschrittene):

  1. Bilanzierung nach HGB und IFRS
    (Besonderheiten bei Versicherungsunternehmen, Bilanzadressaten, Bestandteile der Rechnungslegung, Regularien)
  2. Einzelabschlüsse und Konzernabschlüsse (Anwendung, Aussagen, Konsolidierungsfragen)
  3. Einzelabschlüsse nach HGB: Sachversicherung (Fallstudie: HDI Direkt Versicherung AG)
    Bilanzanalyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der einzelnen Posten
    GuV-Analyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der einzelnen Posten
    Lebensversicherung (Fallstudie: HDI Lebensversicherung AG)
    Bilanzanalyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der einzelnen Posten
    GuV-Analyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der einzelnen Posten
  4. Konzernabschluss nach IFRS (Fallstudie: Talanx Konzernabschluss)
    Bilanzanalyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der einzelnen Posten
    GuV-Analyse: Gliederung, Bewertung und ökonomische Interpretation der einzelnen Posten
  5. Überleitungsrechnung von HGB auf IAS/IFRS
    (Beispiel: Münchener Rückversicherung)
  6. Bonitätsbeurteilung eines Versicherungsunternehmens (Peer-Gruppenvergleich)
    Einfache Kennzahlen /Verfahren (Konzept, Vor- und Nachteile, Anwendung) / Beispiele: Eigenmittel, technischer Deckungsgrad, combined ratio, Rendite der Kapitalanlagen, Margen, Stornoquoten, Abschlusskosteneffizienz, börsenrelevante Kennzahlen; Risikoerkennung und -messung anhand einfacher Kennzahlen  -  hier Rechenbeispiele in der Gruppe
    Synthetische und moderne Kennzahlen /Verfahren (Konzept, Vor- und Nachteile, Anwendung): angelsächsische Kennzahlen und Verfahren (Auswahl): embedded value, RoE, RAROC, DCF, EVA); Risikoerkennung und -messung anhand moderner Kennzahlen und -verfahren - hier Rechenbeispiele in der Gruppe
  7. Versicherungsufsicht, ausserbilanzielle Risikoanalyse: BAFin (Solvency II: Ziele, Kernpositionen des GdV, EU-Harmonisierung * Stresstests: Zielsetzung, Stärken und Schwächen, Ergebnisse * Risikoanlagen * Rückstellungsdotierung); Risikobericht (Allianz): Risikoarten, Messkonzepte, Kapitalunterlegung (ökonomisches Kapital); externe Ratings (Konzept, Konstruktion, Kritik, Fallbeispiel/Fitch)
  8. Versicherungen und Finanzkrise (Börsenbewertung der Versicherungsaktien, Anlagestrategien in der Nierdrigzisphase, Risikokapitalanlagen, Abbau stiller Reserven, demographische Risiken)
  9. Wichtigste Unterschiede zwischen Bank- und Versicherungsbilanzen
  10. Versicherungssektor und Makroökonomie: wichtigste GdV-Statistiken, internationale Vergleiche

Solvency II für Einsteiger (Tagesseminar mit Rechenbeispielen)

Zielgruppe:

Mitarbeiter von Versicherungen und Banken, die im Alltagsgeschäft nicht direkt mit Solvency II zu tun haben, aber Hintergrundwissen benötigen; Berufseinsteiger von Spezialabteilungen ( Unternehmenssteuerung, Risikocontrolling, Kapitalanlagen, Kredit bei Banken), die direkt im Thema involviert sind und einen schnellen Einstieg („Überblick“) in die Thematik suchen.

Vorgehensweise (Lernmethodik):

Das komplexe Thema ist für den Laien ohne Rechenpraxis schwer verständlich. Ausgehend von der HGB-Bilanz wird im Seminar am Beispiel einer  Sach- und Lebensversicherung Schritt für Schritt wie das Solvency II-Eigenkapitals berechnet.  Bei Verfügbarkeit von Input-Daten kann eine Schätzung der Solvency II- Eigenkapitalanforderung für Ihr Unternehmen demonstriert werden.

Lerninhalte:

Verständnis der ökonomische Beseutung wichtigster Solvency II-Begriffe; Umsetzungs- und Berichtsprobleme in der Praxis; Auswirkungen auf das zukünftige Angebot von Assekuranz-Produktenin der Niedrigzinsphase

Inhaltsverzeichnis:
1.    Solvency II im Kontext der EU-Reformen der Versicherungsaufsicht

2.   Solvency II im Kontext der Risiko-Kontrolle im deutschen Assekuranzsektor  (Produktkontrolle, Vorschriften zur  Kapitalanlage,Rechnungslegung, Bilanzierung und Berichtserstattung, Stresstests der BaFin)

3.    Das 3 Säulen-System von Solvency II

3.1.  Warum ständige Reformen: Schwächen von Solvency I

3.2   Wie wird der Eigenkapitalbedarf (das Solvenz-Kapital) im Standard-und im internen Modell berechnet (Säule 1)?

3.3.  Wie ist das betriebliche Risikomanagement aufzubauen und wie wird dieses extern von der Aufsicht  kontrolliert (Säule 2)?

3.4.  Wie wird die externe Risikokontrolle durch die Marktmechanismen über die Berichtserstattung und die erhöhten Offenlegungspflichten unterstützt (Säule 3)?

4.     Schätzung des Solvenzkapital-Bedarfs in der Sach- und  Lebensversicherung (Beispiele: Allianz Gruppe /Ihr Unternehmen)

5.     Auswirkung auf die Kapitalanlagen und das Produktangebot

6.    Kritik am Solvency-Reformkonzept